Schwarzenberg gestern und heute.

Angeregt durch eine Artikelserie der schwarzenberger Facebook-Gruppe möchte ich hier dieses Thema aufgreifen und Interessantes aus meiner neuen Heimat berichten.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Janet Neubert, die jeden Sonntag aus der schwarzenberger Geschichte erzählt.
In meinem ersten Beitrag möchte ich euch heute von unserer Waldbühne berichten, der zweitgrößten Freilichtbühne Deutschlands nach der Waldbühne Berlin.
1934 entstand die Idee in einem ehemaligen Steinbruch eine Anlage für Massenveranstaltungen zu bauen. 28 derartige Anlage waren in Deutschland geplant, aus finanziellen Gründen wurden die meisten Vorhaben verworfen. Hier einige Bilder vom Bau.

Im Juni 1938 erfolgte vor 22000 Besuchern die Einweihung der “Grenzlandfeierstätte”.


Armbinde extra für die Eröffnung.


Foto von etwa 1940. Ist es nicht eine schöne Anlage? Oberhalb sieht man auch das schwarzenberger Freibad… Jetzt stehen da Eigenheime…

Nach dem Krieg war die Anlage völlig verwahrlost und sollte schon abgerissen werden. Zum Glück ist das nicht passiert denn die DDR erkannte den Wert, z.B. für Propagandaveranstaltungen.
So erfolgte 1950 die Umbenennung in Großfeierstätte “Wilhelm Pieck”, der selbst zur Namensgebung am 10. September in Schwarzenberg anwesend war. Aber der große Durchbruch war der Feierstätte nicht beschieden, einmal im Jahr das Pressefest unserer Heimatzeitung, Veranstaltungen zu den Pfingsttreffen der FDJ, aber nur wenige Konzerte mit Unterhaltungskünstlern.


Na wenigstens waren die “Puhdys” mal hier.

Nach der Wende 1989 ging es dann auch hier aufwärts, aus der Feierstätte wurde die Waldbühne. Aber für die meisten Schwarzen-
berger, besonders die Älteren, ist und bleibt es die “Feierstätte”.

Seitdem wurde viel in die Modernisierung der Anlage investiert, moderne Toilettenanlagen gebaut, eine eigene Transformatorenstation mit Notstromversorgung und Notbeleuchtung usw. Nur die steinernen Zuschauertraversen sind nicht mehr so zeitgemäß. Wer die Feierstätte besucht, sollte keinesfalls ein Sitzkissen vergessen.
Seitdem haben sich internationale Größen der Rock- und Popmusik die “Klinke” in die Hand gegeben. Peter Maffay, Joe Cocker, Herbert Grönemeyer, David Garrett, Andre Rieu und Wolfgang Petry, um nur einige zu nennen.
Legendär sind die Oldienächte des Radiosenders R.SA. In diesem Jahr u.a. mit Bonny Tyler, der Münchener Freiheit, Purple Schulz und der Gruppe Slade.


Wie immer ausverkauft, 15000 Karten…


Es gibt aber auch kleine Events, wie hier das 25-jährige Jubiläum der Stadtwerke Schwarzenberg. Es waren mehr Besucher als auf dem Foto zu sehen!

Zum Schluß noch einige Impressionen der Feierstätte-Waldbühne, wir haben sie erst vor wenigen Tagen wieder einmal besucht.

Damit möchte ich meinen Ausflug in die Feierstätte-Waldbühne Schwarzenberg beenden. Im nächsten Beitrag beleuchte ich mal unser Wohnumfeld in der Altstadt, vor weit über 50 Jahren und jetzt im direkten Fotovergleich..

Eine Reaktion zu “Schwarzenberg gestern und heute.”

  1. Träumerle Kerstin

    Ich habe auch schon von eurer Bühne gehört. Wie bei uns in Kamenz die Hutbergbühne. Jedes Jahr finden Konzerte statt, wir waren auch schon mehrere Male.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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