Weihnachtsdrahsch

ist heute in unserem Städtchen.
Das ist ein kleiner gemütlicher Vorweihnachtsmarkt mit Glühwein, Bratwurst, erzgebirgischen Dekorationen und einem musikalischem Programm. Vor 4 Jahren kamen wir dort durch Zufall zu unserer jetzigen Wohnung.
Dieses Jahr können wir leider nicht daran teilnehmen… schade. Thomas hat es erwischt, nein kein “C”, sondern die Hexe hat zugeschlagen.

Am Mittwoch mussten wir sogar den Bereitschaftsarzt um Hilfe bitten. Es ging gar nichts mehr. Schade, aber der große Weihnachtsmarkt bleibt noch für uns. er geht über eine Woche und ich habe in dieser Zeit Urlaub. Also ist es nicht so schlimm. Außerdem ist kein Glühweinwetter derzeit.

Vorfreude…

In wenigen Tagen ist Totensonntag und danach beginnt im Erzgebirge die Zeit der Lichter und Männle.
Deshalb habe ich sie heute schon mal “geweckt” um eine Bestandsaufnahme durchzuführen und diverse Reparaturen zu erledigen.
Auch die Schwibbögen wurden schon auf LED-Lampen umgerüstet, wir wollen ja nicht mehr Strom verbrauchen als notwendig.
Glücklicherweise leuchten die jetzigen LED’s genauso schön wie die alten Glühlämpchen.

Morgen ist hier in Sachsen Feiertag und da werden wir dann beginnen die halbe Wohnung umzugestalten.
Zum Schluß meines kurzen Beitrages noch ein Foto der versammelten Mannschaft. Einige fehlen noch, aber mehr Platz war nicht auf meinem Schreibtisch.

Geschichte mal anders.

Vor wenigen Tagen habe ich, da ja bald die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür steht, eine Schallplatte mit weihnachtlicher Musik gekauft.
Schöne Lieder mit dem Thomanerchor Leipzig, dem Dresdner Kreuzchor und den Rundfunk-Kinderchören der ehemaligen DDR.

Diese Platte erschien 1976 und viele Jahre später wollte die MDR-Fernsehsendung “Außenseiter – Spitzenreiter”, übrigens die älteste Unterhaltungssendung des deutschen Fernsehens, vom Fotografen wissen wo denn dieses Bild entstanden sei.
Leider konnte er sich nicht mehr erinnern, aber die Befragung von Passanten in Schwarzenberg hatte Erfolg. Wie aus der Pistole kam die Antwort: “…das ist der Hammerweg in der Vorstadt”.
Und so sieht es heute (2021) dort aus.

Zum Schluß meines kurzen Beitrages noch ein älteres Foto der gleichen Stelle.

Schwarzenberg gestern und heute.

Im zweiten Teil meiner Reportage möchte ich heute über unser Wohnumfeld berichten.
Nur wenige Schritte von unserem Haus entfernt, hat der Photograph vor über 100 Jahren diese Bild geknipst. Rechts sieht man die “Herberge zur Heimat”, im Volksmund wegen des Qualmes in der
Gaststube auch Gifthütte genannt.

Nach der Wende blieb nur der Abriss und Neuaufbau. Jetzt sieht es hier so aus und rechts neben dem schiefernen Handwerksburschen ist unser Badezimmer.

Gleich gegenüber der “Herberge zur Heimat” befand sich das Kolonialwarengeschäft Otto Pietzsch (Foto von 1920), heute ist es unsere Apotheke des Vertrauens.

Jetzt noch mal ein Blick durch unsere Stasse Richtung Markt. Damals wurde diese Gasse “Leichenweg” genannt, da das nahe Bermsgrün noch keinen Friedhof besaß und die Toten durch den “Leichenweg” nach Schwarzenberg gebracht werden mußten.

Heute ist es die Eibenstocker Straße und Bestandteil der historischen Altstadt (siehe letzter Beitrag – Nacht der Lichter). Das kleine weiße Auto ist meiner Frau ihr “Bruno”.

Nur wenige Meter weiter Richtung Markt befand sich früher der “Butter Krause”. Ganz modern für die damalige Zeit, man handelte auch mit Fisch und Wild.

Heute ist das Geschäft für uns weniger interessant, es ist jetzt ein Tattoo-Studio. Der Schriftzug über den Schaufenstern stimmt also nicht mehr.

Auch gleich in Sichtweite befand sich früher das Weinhaus
“Alt Heidelberg”. Es war ab 1910 das erste und einzige Weinlokal Schwarzenbergs.

In den vergangenen 2 Jahren wurde es umfassend saniert und ist heute Wohnhaus.

Zum Schluss noch der Blick von unserer Terasse. Hier wurde Mitte des 16. Jh. ein Friedhof errichtet und 1880 das zweite Rathaus gebaut. Auch befand sich hier der schwarzenberger Pranger. Das Rathaus wurde bis 1930 genutzt, später war es das Schuhhaus Engelmann.

Heute ist es kein Geschäft mehr, obwohl man es noch deutlich sieht, sondern nur noch Wohnhaus.

Das war mein Rundgang ums Haus, tschüß bis zum nächsten Mal.

Nacht der Lichter

Dieses Event fand vergangenen Freitag wieder im historischen Zentrum unseres Städtchens statt. Nach 2 Jahren konnten wir endlich wieder in gewohnter Weise an diesem schönen Abend teilnehmen.
Alle Geschäfte luden von 18.00-22.00 Uhr zum Shoppingabend und boten dort auch kleine Überraschungen für groß und klein. In der Alt- und Vorstadt herrschte reges Treiben. 18.00 Uhr war der Türmerruf vom Turm des Ratskellers zu hören und eine kostenlose Stadtführung schloss sich danach an. Die Häuser, sowie Schloß und Kirche wurden wie immer toll in Szene gesetzt und für die Kinder gab es zudem einen Lampionumzug von der Vorstadt hoch in die Altstadt.


Immer mit von der Partie: Der Stelzenläufer, Ritter Georg und das Burgfräulein Edelweiß. Natürlich ein begehrtes Fotomotiv.


Reges Treiben, wie hier in der oberen Schloßstraße.


Action diesmal auch an der Königseiche auf dem unteren Markt. Hier wurde sich erstmal gestärkt (Steak/Hirtenrolle und Pils/Radler).


Betrieb auch in unserer Straße.


Livemusik an mehreren Stellen der Stadt, hier das Mundartduo “Fei” fast vor unserer Haustür.


Irische Folklore vom Feinsten, nur beim Fotografieren muss ich das nächste Mal genauer hinschauen.

Das war die diesjährige “Nacht der Lichter”. In knapp 5 Wochen werden schon wieder “de Manneln” geweckt und die halbe Wohnung umgeräumt. Zum Weihnachtsmarkt, dem Ersten seit 2019, gibt es dann hoffentlich wieder etwas aus unserer Altstadt zu berichten.

Schwarzenberg gestern und heute.

Angeregt durch eine Artikelserie der schwarzenberger Facebook-Gruppe möchte ich hier dieses Thema aufgreifen und Interessantes aus meiner neuen Heimat berichten.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Janet Neubert, die jeden Sonntag aus der schwarzenberger Geschichte erzählt.
In meinem ersten Beitrag möchte ich euch heute von unserer Waldbühne berichten, der zweitgrößten Freilichtbühne Deutschlands nach der Waldbühne Berlin.
1934 entstand die Idee in einem ehemaligen Steinbruch eine Anlage für Massenveranstaltungen zu bauen. 28 derartige Anlage waren in Deutschland geplant, aus finanziellen Gründen wurden die meisten Vorhaben verworfen. Hier einige Bilder vom Bau.

Im Juni 1938 erfolgte vor 22000 Besuchern die Einweihung der “Grenzlandfeierstätte”.


Armbinde extra für die Eröffnung.


Foto von etwa 1940. Ist es nicht eine schöne Anlage? Oberhalb sieht man auch das schwarzenberger Freibad… Jetzt stehen da Eigenheime…

Nach dem Krieg war die Anlage völlig verwahrlost und sollte schon abgerissen werden. Zum Glück ist das nicht passiert denn die DDR erkannte den Wert, z.B. für Propagandaveranstaltungen.
So erfolgte 1950 die Umbenennung in Großfeierstätte “Wilhelm Pieck”, der selbst zur Namensgebung am 10. September in Schwarzenberg anwesend war. Aber der große Durchbruch war der Feierstätte nicht beschieden, einmal im Jahr das Pressefest unserer Heimatzeitung, Veranstaltungen zu den Pfingsttreffen der FDJ, aber nur wenige Konzerte mit Unterhaltungskünstlern.


Na wenigstens waren die “Puhdys” mal hier.

Nach der Wende 1989 ging es dann auch hier aufwärts, aus der Feierstätte wurde die Waldbühne. Aber für die meisten Schwarzen-
berger, besonders die Älteren, ist und bleibt es die “Feierstätte”.

Seitdem wurde viel in die Modernisierung der Anlage investiert, moderne Toilettenanlagen gebaut, eine eigene Transformatorenstation mit Notstromversorgung und Notbeleuchtung usw. Nur die steinernen Zuschauertraversen sind nicht mehr so zeitgemäß. Wer die Feierstätte besucht, sollte keinesfalls ein Sitzkissen vergessen.
Seitdem haben sich internationale Größen der Rock- und Popmusik die “Klinke” in die Hand gegeben. Peter Maffay, Joe Cocker, Herbert Grönemeyer, David Garrett, Andre Rieu und Wolfgang Petry, um nur einige zu nennen.
Legendär sind die Oldienächte des Radiosenders R.SA. In diesem Jahr u.a. mit Bonny Tyler, der Münchener Freiheit, Purple Schulz und der Gruppe Slade.


Wie immer ausverkauft, 15000 Karten…


Es gibt aber auch kleine Events, wie hier das 25-jährige Jubiläum der Stadtwerke Schwarzenberg. Es waren mehr Besucher als auf dem Foto zu sehen!

Zum Schluß noch einige Impressionen der Feierstätte-Waldbühne, wir haben sie erst vor wenigen Tagen wieder einmal besucht.

Damit möchte ich meinen Ausflug in die Feierstätte-Waldbühne Schwarzenberg beenden. Im nächsten Beitrag beleuchte ich mal unser Wohnumfeld in der Altstadt, vor weit über 50 Jahren und jetzt im direkten Fotovergleich..

Auf Pücklers Spuren

waren wir am letzten Tag unseres Urlaubes. Als Fürst Pückler aufgrund finanzieller Probleme Schloß und Park Muskau verkaufen musste, zog er sich in die Herrschaft Branitz, ebenfalls im Besitz der Grafenfamilie Pückler zurück und legte diesen Landschaftspark an. Er gilt heute als der letzte bedeutende Englische Landschaftspark Europas. Im Vergleich mit dem Park in Bad Muskau fanden wir diesen auch schöner. Doch seht selbst.


Das Cavalierhaus


Schloß Branitz


Venusbeet im Pleasureground (Vergnügungsgelände)


Die Rosenlaube


Die Landpyramide.


Die Seepyramide, letzte Ruhestätte Fürst Pücklers und seiner Ehefrau.

Und da wir schon mal in Cottbus waren, konnte ich mir noch einen Wunsch erfüllen, das Flugplatzmuseum auf dem Gelände des ehemaligen Jagdfliegergeschwaders Cottbus.


Dieser Name war zu DDR-Zeiten aber nicht mehr aktuell…

Auf Grund der politischen Lage möchte ich auf das Zeigen von (Kriegs)technik verzichten, deshalb nur drei harmlose Fotos.


Diese TU134 hat schon bessere Tage erlebt.


1978 suchte man Agrarflieger, das hätte mein Arbeitsplatz werden können.


An so einer Maschine dufte ich vor dem Start mal den Propeller durchdrehen.

Damit möchten wir unseren diesjährigen Urlaubsbericht beenden. Gut erholt sind wir wieder in Schwarzenberg eingetroffen und der Alltag hat und längst wieder eingeholt.

Der “richtige” Spreewald

stand am heutigen Donnerstag auf dem Programm. Was wäre ein Urlaub im Spreewald ohne Kahnfahrt. Also ging es nach Burg, eine der Hochburgen des Gebietes. Der Andrang war überschaubar und so saßen wir 20 Minuten später im Kahn und ließen uns vom Fährmann eine Stunde lang durch die Natur staken.


Souvenirstand im Spreehafen Burg.


Natur pur.


Ein Paradies für Wassersportler.


Jede Menge Fische…


…und Libellen.


Eine kleine Stärkung gabs auch.

Weiter ging unser heutiger Ausflug nach Lübbenau-Lehde ins dortige Freilandmuseum. Das Dorf Lehde steht komplett unter Denkmalschutz und Theodor Fontane beschrieb es im 19. Jh. so:
“Man kann nichts Lieblicheres sehen als dieses Lehde, das aus so vielen Inseln besteht, wie es Häuser hat.”
Und noch etwas ganz Besonders gibt es, die einzige Postbotin die von Frühjahr bis Herbst und bei jedem Wetter die Post mit dem Kahn zustellt. Leider haben wir sie nicht getroffen, deshalb ein Bild aus dem Netz.


Andrea Bunar, die einzige Postkahnfrau Deutschlands.


Und natürlich kann man auch hier Kahnfahrten unternehmen.

Jetzt ging es aber ins Freilandmuseum und es wurde ins 19. Jahrhundert abgetaucht.


Ein ganzes Dorf im Dorf.


Hier spielte sich alles ab: arbeiten, essen, schlafen.


Die gute Stube der “besseren” Leute.


Kunstvoll verzierte Eier durften natürlich nicht fehlen.

Zum Schluß unseres heutigen Beitrages noch zwei typische sorbische Trachten.
Links eine (verheiratete) Taufpatin, rechts ein Hochzeitsbitter.

Im letzten Beitrag geht es dann noch einmal nach Cottbus, diesmal in den Fürst-Pückler-Park Branitz.

Der Mittwoch

war gewissermaßen der Höhepunkt für Bärbel. Es ging in den Tierpark Cottbus. Gleich neben dem Fürst-Pückler-Park Branitz gelegen ist es mit 25 ha eine großzügige Anlage mit viel Platz
für die Tiere. Ohne viele Worte einige Schnappschüsse von Bärbel, ich bin für’s Video zuständig.


Mahlzeit…


Der Tierfreund… weiter unten mehr.


Wer’s nicht kennt, das ist ein Urson, ein Baumstachelschwein.

Da an diesem Tag noch Zeit war, besuchten wir außerdem die Windmühle Straupitz. Diese Holländerwindmühle ist die letzte funktionierende Dreifachwindmühle Europas. Das heißt, Kornmühle, Sägemühle und Ölmühle. Es wird also mit 100-jähriger Technik noch täglich das berühmte Spreewaldgold-Leinöl gepresst und das Gatter der Sägemühle kann Stämme bis 1m Dicke sägen.

Eine neue Freundin habe ich dann auch noch gewonnen. :-)

Im nächste Beitrag geht es dann richtig in den Spreewald, u.a. zur Kahnfahrt nach Burg.

Der zweite Tag

führte uns für ein paar Stunden zurück nach Sachsen.
Die Krabat-Mühle Schwarzkollm westlich von Hoyerswerda stand auf dem Programm.
Der Zauberer Krabat, beliebteste Gestalt des sorbischen Sagenschatzes, soll hier sein Unwesen getrieben haben. Jedes Jahr finden hier die Krabat-Festspiele statt, auch in diesem Jahr waren alle 15 Vorstellungen ausverkauft. Auch sonst herrscht hier ein reges kulturelles Treiben, vom Frühlingsfest über Trödelmärkte, den Filmnächten bis hin zum Tag des deutschen Brotes und dem Weihnachtsmarkt.
Bemerkenswert, alles war konstenfrei, vom Parkplatz, der Besichtigung der Mühle bis zur Toilettennutzung.


Das Haus des Müllers


Die Mühle


Das Zauberbuch


Die Müllerburschen sind wohl gerade aufgestanden…


Der Backofen

Die zweite Etappe führte uns nach Hoyerswerda ins Zuse-Computer-Museum. Konrad Zuse, der Erfinder des ersten programmierbaren Computers, legte hier 1928 sein Abitur ab. Auf Fotos verzichte ich, das Interesse daran dürfte sich in Grenzen halten.

Also zurück nach Brandenburg zum Besuch der sorbischen Webstube Drebkau. In diesem kleinen Heimatmuseum erfährt man alles über Kultur-und Lebensweise sowie der Brauchtumspflege bäuerlicher und kleinbürgerlicher Schichten. Die Ostereiersammlung mit dem Schwerpunkt einheimischer sorbischer Volkskunsttraditionen ist in der ständigen Ausstellung vertreten. In ihrer ganzen Pracht ist sie jedoch nur zur Osterzeit zu besichtigen.

Damit war dieser Tag geschafft, im nächsten Beitrag geht es zu Bärbels Lieblingsort, dem Tierpark.
In diesem Fall ist es der Tierpark Cottbus.

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