Weihnachtsdrahsch

ist heute in unserem Städtchen.
Das ist ein kleiner gemütlicher Vorweihnachtsmarkt mit Glühwein, Bratwurst, erzgebirgischen Dekorationen und einem musikalischem Programm. Vor 4 Jahren kamen wir dort durch Zufall zu unserer jetzigen Wohnung.
Dieses Jahr können wir leider nicht daran teilnehmen… schade. Thomas hat es erwischt, nein kein “C”, sondern die Hexe hat zugeschlagen.

Am Mittwoch mussten wir sogar den Bereitschaftsarzt um Hilfe bitten. Es ging gar nichts mehr. Schade, aber der große Weihnachtsmarkt bleibt noch für uns. er geht über eine Woche und ich habe in dieser Zeit Urlaub. Also ist es nicht so schlimm. Außerdem ist kein Glühweinwetter derzeit.

Vorfreude…

In wenigen Tagen ist Totensonntag und danach beginnt im Erzgebirge die Zeit der Lichter und Männle.
Deshalb habe ich sie heute schon mal “geweckt” um eine Bestandsaufnahme durchzuführen und diverse Reparaturen zu erledigen.
Auch die Schwibbögen wurden schon auf LED-Lampen umgerüstet, wir wollen ja nicht mehr Strom verbrauchen als notwendig.
Glücklicherweise leuchten die jetzigen LED’s genauso schön wie die alten Glühlämpchen.

Morgen ist hier in Sachsen Feiertag und da werden wir dann beginnen die halbe Wohnung umzugestalten.
Zum Schluß meines kurzen Beitrages noch ein Foto der versammelten Mannschaft. Einige fehlen noch, aber mehr Platz war nicht auf meinem Schreibtisch.

Nacht der Lichter

Dieses Event fand vergangenen Freitag wieder im historischen Zentrum unseres Städtchens statt. Nach 2 Jahren konnten wir endlich wieder in gewohnter Weise an diesem schönen Abend teilnehmen.
Alle Geschäfte luden von 18.00-22.00 Uhr zum Shoppingabend und boten dort auch kleine Überraschungen für groß und klein. In der Alt- und Vorstadt herrschte reges Treiben. 18.00 Uhr war der Türmerruf vom Turm des Ratskellers zu hören und eine kostenlose Stadtführung schloss sich danach an. Die Häuser, sowie Schloß und Kirche wurden wie immer toll in Szene gesetzt und für die Kinder gab es zudem einen Lampionumzug von der Vorstadt hoch in die Altstadt.


Immer mit von der Partie: Der Stelzenläufer, Ritter Georg und das Burgfräulein Edelweiß. Natürlich ein begehrtes Fotomotiv.


Reges Treiben, wie hier in der oberen Schloßstraße.


Action diesmal auch an der Königseiche auf dem unteren Markt. Hier wurde sich erstmal gestärkt (Steak/Hirtenrolle und Pils/Radler).


Betrieb auch in unserer Straße.


Livemusik an mehreren Stellen der Stadt, hier das Mundartduo “Fei” fast vor unserer Haustür.


Irische Folklore vom Feinsten, nur beim Fotografieren muss ich das nächste Mal genauer hinschauen.

Das war die diesjährige “Nacht der Lichter”. In knapp 5 Wochen werden schon wieder “de Manneln” geweckt und die halbe Wohnung umgeräumt. Zum Weihnachtsmarkt, dem Ersten seit 2019, gibt es dann hoffentlich wieder etwas aus unserer Altstadt zu berichten.

Schwarzenberg gestern und heute.

Angeregt durch eine Artikelserie der schwarzenberger Facebook-Gruppe möchte ich hier dieses Thema aufgreifen und Interessantes aus meiner neuen Heimat berichten.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Janet Neubert, die jeden Sonntag aus der schwarzenberger Geschichte erzählt.
In meinem ersten Beitrag möchte ich euch heute von unserer Waldbühne berichten, der zweitgrößten Freilichtbühne Deutschlands nach der Waldbühne Berlin.
1934 entstand die Idee in einem ehemaligen Steinbruch eine Anlage für Massenveranstaltungen zu bauen. 28 derartige Anlage waren in Deutschland geplant, aus finanziellen Gründen wurden die meisten Vorhaben verworfen. Hier einige Bilder vom Bau.

Im Juni 1938 erfolgte vor 22000 Besuchern die Einweihung der “Grenzlandfeierstätte”.


Armbinde extra für die Eröffnung.


Foto von etwa 1940. Ist es nicht eine schöne Anlage? Oberhalb sieht man auch das schwarzenberger Freibad… Jetzt stehen da Eigenheime…

Nach dem Krieg war die Anlage völlig verwahrlost und sollte schon abgerissen werden. Zum Glück ist das nicht passiert denn die DDR erkannte den Wert, z.B. für Propagandaveranstaltungen.
So erfolgte 1950 die Umbenennung in Großfeierstätte “Wilhelm Pieck”, der selbst zur Namensgebung am 10. September in Schwarzenberg anwesend war. Aber der große Durchbruch war der Feierstätte nicht beschieden, einmal im Jahr das Pressefest unserer Heimatzeitung, Veranstaltungen zu den Pfingsttreffen der FDJ, aber nur wenige Konzerte mit Unterhaltungskünstlern.


Na wenigstens waren die “Puhdys” mal hier.

Nach der Wende 1989 ging es dann auch hier aufwärts, aus der Feierstätte wurde die Waldbühne. Aber für die meisten Schwarzen-
berger, besonders die Älteren, ist und bleibt es die “Feierstätte”.

Seitdem wurde viel in die Modernisierung der Anlage investiert, moderne Toilettenanlagen gebaut, eine eigene Transformatorenstation mit Notstromversorgung und Notbeleuchtung usw. Nur die steinernen Zuschauertraversen sind nicht mehr so zeitgemäß. Wer die Feierstätte besucht, sollte keinesfalls ein Sitzkissen vergessen.
Seitdem haben sich internationale Größen der Rock- und Popmusik die “Klinke” in die Hand gegeben. Peter Maffay, Joe Cocker, Herbert Grönemeyer, David Garrett, Andre Rieu und Wolfgang Petry, um nur einige zu nennen.
Legendär sind die Oldienächte des Radiosenders R.SA. In diesem Jahr u.a. mit Bonny Tyler, der Münchener Freiheit, Purple Schulz und der Gruppe Slade.


Wie immer ausverkauft, 15000 Karten…


Es gibt aber auch kleine Events, wie hier das 25-jährige Jubiläum der Stadtwerke Schwarzenberg. Es waren mehr Besucher als auf dem Foto zu sehen!

Zum Schluß noch einige Impressionen der Feierstätte-Waldbühne, wir haben sie erst vor wenigen Tagen wieder einmal besucht.

Damit möchte ich meinen Ausflug in die Feierstätte-Waldbühne Schwarzenberg beenden. Im nächsten Beitrag beleuchte ich mal unser Wohnumfeld in der Altstadt, vor weit über 50 Jahren und jetzt im direkten Fotovergleich..

Der Mittwoch

war gewissermaßen der Höhepunkt für Bärbel. Es ging in den Tierpark Cottbus. Gleich neben dem Fürst-Pückler-Park Branitz gelegen ist es mit 25 ha eine großzügige Anlage mit viel Platz
für die Tiere. Ohne viele Worte einige Schnappschüsse von Bärbel, ich bin für’s Video zuständig.


Mahlzeit…


Der Tierfreund… weiter unten mehr.


Wer’s nicht kennt, das ist ein Urson, ein Baumstachelschwein.

Da an diesem Tag noch Zeit war, besuchten wir außerdem die Windmühle Straupitz. Diese Holländerwindmühle ist die letzte funktionierende Dreifachwindmühle Europas. Das heißt, Kornmühle, Sägemühle und Ölmühle. Es wird also mit 100-jähriger Technik noch täglich das berühmte Spreewaldgold-Leinöl gepresst und das Gatter der Sägemühle kann Stämme bis 1m Dicke sägen.

Eine neue Freundin habe ich dann auch noch gewonnen. :-)

Im nächste Beitrag geht es dann richtig in den Spreewald, u.a. zur Kahnfahrt nach Burg.

Altstadt-und Edelweißfest

Nach zwei Jahren Abstinenz war es am Freitag soweit und unser Stadtfest konnte endlich wieder stattfinden. Es sind immer 3 tolle Tage, welche mit vielen Highlights präsentiert werden. Auf 6 verschiedenen Bühnen werden Programme und Kinderaktivitäten dargeboten. Wer wissen möchte was es mit dem Edelweiß auf sich hat, der google einfach mal nach “Schwarzenberger Edelweiß”.
Am Freitagabend haben wir auf dem Weinfest einen sehr netten Abend verlebt- Die Band “Happy Feeling” bot ein sehr schönes Programm und wir hatten viel Spaß.

Am Samstag haben wir die Bühne am Markt besucht. Dort wurde die “Herztour Radio Erzgebirge R.SA” geboten.
Pünktlich 15.00 Uhr zogen der Drache, Ritter Georg und das Burgfräulein Edelweiß in der Stadt ein.

Auf dem unteren Markt fand wie immer der Mittelaltermarkt mit buntem Treiben und altertümlicher Musik statt.

Auf dem Weg zum Schloßbereich war “Stadtgeflüster” mit den Schwarzenberger Stadtführerinnen und im Schloßhof fanden viele Aktivitäten für kleine Ritter und kleine Burgfräulein statt. Natürlich durfte auch die musikalische Umrahmung nicht fehlen.

Wie immer fand der Drache direkt vor unserer Haustür seinen Platz, sein Fauchen und Brüllen war selbst in der Wohnung zu hören.

Heute war unser Festbesuch etwas weniger ausgedehnt, morgen geht es für 7 Tage an den Rand des Spreewaldes nach Peitz in Brandenburg.
Schön war es wieder und viele Menschen haben das Fest besucht, schließlich gab es einiges aufzuholen.

Eine Woche Urlaub

mit einigen Terminen liegt nun hinter uns.
Es begann mit einem lustigen und sehr schmackhaften Essen mit meinen Mädels von der Betreuung. Seit August hatten wir es uns vorgenommen. Nun endlich haben wir es geschafft. Es gab leckere Sachen, darunter Kängurufleisch. Ich habe probiert, es schmeckt, nur bestellen würde ich es mir selbst nicht.

Am Mühlentag stand ein Besuch der Papiermühle in Niederzwönitz an.

Der Andrang an solchen Tagen ist wie überall sehr groß. So haben wir uns auf das Außengelände beschränkt und werden die Führung zur (Bütten)Papierherstellung, sowie die Sonderaustellung “Wir hatten ja nüscht” ein andermal ins Programm nehmen.





Das große wasserbetriebene Mühlrad wurde, sicher im Rahmen der Führungen, nur hin und wieder in Gang gesetzt.


Nach einem kurzem Blick auf den geschnitzten Papierschöpfer und das Museum ging es Richtung Schwarzenberg.



Auf diesem Weg kann man auch den “Reiter ohne Kopf” besichtigen.

Wen die Geschichte interessiert, der versuche die Tafel zu lesen, oder suche im Internet einfach den “Reiter ohne Kopf von Zwönitz”.

Zum Abschluß des Tages wurden keine Kalorien gezählt… es war sooo lecker. Wir hatten es uns verdient.

Die Woche war noch Frisörtermin und ein Besuch beim Orthopäden wegen meiner rechten Schulter angesagt. Nun sind die Haare sehr kurz und ein Termin zum MRT steht auch. Man wird eben älter.
Zum Abschluß haben wir noch einen Ausflug nach Zella-Mehlis unternommen, aber darüber später mehr.

Ostermarkt

Nach 2019 fand in diesem Jahr endlich wieder ein Ostermarkt in unserem Städtchen statt.
Es kamen jede Menge Besucher, welche sich bei Sonnenschein das Kulturprogramm für Groß und Klein anschauen wollten.

Sonntagnachmittag sind wir eine große Runde gelaufen, um alle Aktivitäten und Verkaufsstände zu besichtigen. Wie zu jedem Ostermarkt befindet sich am Springbrunnen ein riesiges Osterei, welches von den Kindern bemalt und beschriftet wird.



Am Montag blieb die Küche kalt und wir gönnten uns jeder einen Lángos sowie ein Radler (und ich noch ein Steak… Anm. Thomas).
Die Preise haben sich zwar etwas erhöht (war zu befürchten), aber wir konnten ja 3 Jahre sparen…. ;)


Vor dem Ratskeller war die Bühne aufgebaut. Hier wurde Kinderbespaßung, Livemusik und Zauberei dargeboten.


“De Erbschleicher”, sie singen wunderbar erzgebirgisch, sorgen immer für gute Stimmung.

Richtung “Künstlergässchen” konnte man eine wilde Kirsche in wunderschöner Blüte bestaunen. Wir waren nicht die einzigen die sie fotografiert haben.

Nun ist der erste Höhepunkt des Jahres Geschichte und wir hoffen auf ein schönes Stadtfest im August und einen noch schöneren Weihnachtsmarkt!

Verrücktes Hobby

Seit fast 2 Jahren bin ich nun schon Rentner, während Bärbel noch fleißig arbeiten geht. Und was mache ich den ganzen Tag? Seit meinem 10. Lebensjahr beschäftige ich mich mit Elektronik und bekam Weihnachten 1966 einen Elektronik-Baukasten geschenkt. Eine halbe Stunde später spielte mein erstes Radio. Nach der Wende 1989 trat erstmal eine Bastelflaute ein, es gab ja plötzlich alles. Also beschränkte ich mich auf Technik für mein damaliges großes Aquarium. Es sollten nochmal fast 20 Jahre vergehen, als ein Freund aus der Jugendzeit (Musiker) mir empfahl doch mal was mit Röhren zu machen, weil das in Musikerkreisen immer noch Stand der Technik sei. Und so entstand mein verrücktes Hobby, das später noch durch den Bau von Uhren mit Ziffernanzeigeröhren erweitert wurde. Eine Auswahl der Geräte seht ihr hier:


2008 mein allererstes Projekt, ein Verstärker.


Die erste Uhr. Jetzt im neuen flacheren Gehäuse.


Davon habe ich 3 Stück gebaut. Eine “tickt” sogar in der Schweiz.


Das Modell im Edelholzkästchen, viel Arbeit…


Es gibt Unterbauradios, ich habe eine Unterbauuhr.


Als diese Röhren produziert wurden, war Truman noch Präsident der USA. Daneben etwas ganz Neues, eine Uhr mit Kathodenstrahlröhre.


Mein letzter Verstärker, ausreichend für einen mittelgroßen Saal.


Eine Analoguhr mit 300 Leuchtdioden – unsere Hochzeitsuhr.

Aber nicht nur Uhren und Verstärker interessieren mich, auch alte Radios haben es mir angetan. Vom Freund meiner Nichte bekam ich dieses Radio von 1960 geschenkt, welches damals 660 Mark der DDR kostete, das war sehr viel Geld. Ich habe es restauriert und nun spielt es fast täglich im Arbeitszimmer.

Den Vogel abgeschossen habe ich aber vor wenigen Wochen. Es sollte etwas ganz Altes sein, also musste ein Volksempfänger her. Bei eBay gekauft, mit Hilfe meines Lieblingselektronikhändlers aus Lehe in Schleswig Holstein restauriert, spielt es jetzt wieder wie neu.


Gruppenbild mit Radio (1935), Aschenbecher (1936) und Bierkrug (1938).

Dank eines hohen “Ehefrauenakzeptanzfaktors” hat es jetzt einen Ehrenplatz bekommen.

Hörprobe gefällig: VE301. Mit einem Video hatte ich kein Glück.

So, nun habe ich euch genug gelangweilt.
Es grüßt euch Thomas.

Krimizeit im Erzgebirge

In den letzten Wochen war bei uns nicht viel los. Zwar hatten wir keinen Winter, aber Ausflugswetter auch nur selten. Im Februar gab es aber einen Höhepunkt in unserer Stadt, den Weihnachtsmarkt.
Ja, richtig gelesen. Zwar ist unser richtiger Weihnachtsmarkt das zweite Mal in Folge ins Wasser gefallen, aber wenn das Fernsehen kommt ist alles möglich. Es standen nämlich die Dreharbeiten zum 7. Erzgebirgskrimi an. Die Einwohner wurden gebeten die Schwibbögen wieder in die Fenster zu stellen, der Weihnachtsbaum auf dem Markt blieb so lange angeputzt und in der Vorstadt wurde ein kleiner Markt aufgebaut. Hier findet sonst traditionell der sogenannte “Weihnachtsdrahsch” statt (drahsch = Vorfreude, aufgeregt sein).


Blick zum Markt.


Auf dem Weg in die Vorstadt.


Hier haben wir wir vor reichlich 3 Jahren unsere Wohnung angeboten bekommen.


Hoffentlich haben sie die über Nacht eingeschlossen…

Als Komparse habe ich mich nicht beworben, das wäre mir mit zwei Knieprothesen zu anstrengend gewesen.
Wer den Erzgebirgskrimi nicht kennt, hier die Hauptdarsteller:
Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach), Kommissarin Karina Szabo (Lara Mandoki) und Hauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve)

Und hier noch ein Bild vom Set

Schnee gab’s aber leider nicht, man soll sich aber in einigen Einstellungen mit weißen Stoffbahnen beholfen haben. Ich bin gespannt wie das aussieht. Sendetermin im ZDF ist voraussichtlich am Jahresende.
Noch ein Wort zum Schluß. Unser richtiger Weihnachtsmarkt ist natürlich viel größer und schöner als das, was warscheinlich im Film zu sehen sein wird. Und ich glaube, in diesem Jahr findet er auch wieder statt.

Seid herzlich gegrüßt von Barbara und Thomas

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