Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende…

Wir haben einen Umzug bewältigt und eine neue Wohnung bezogen. Bärbel einen neuen Job angetreten und einen runden Geburtstag gefeiert. Thomas die Rente mit 63 festgemacht und einen OP-Termin für sein linkes Knie erhalten. Außerdem haben wir einen schönen Urlaub an der Ostsee verlebt.
Deshalb möchten wir uns bei allen Lesern bedanken, die uns auf diesem Weg begleitet und vielleicht ein wenig mitgefiebert haben.

Die Adventszeit

hat es in sich. Den Weihnachtsmarkt haben wir gut überstanden. Nun kommt auf Arbeit ein Termin nach dem anderen. Unser Chef möchte immer Fotos von unseren Aktivitäten mit unseren Gästen. Er ist ein Facebookfreund… Ich bin zwar nicht dabei, aber unsere Artikel kann ich trotzdem lesen. Die meisten stammen eh von mir. Thomas meinte schon “du schreibst nur noch für den Chef, aber hier muß ich das tun”… er hat ja Recht.
In kurzen Bildern kann ich euch unsere Höhepunkte in der Tagespflege zeigen.
Zum 1. Advent wurde Stollen gebacken, mit den Kindern der Kita Plätzchen ausgestochen und im Ort die große Pyramide feierlich angeschoben.



Vor 2 Wochen haben wir ein großes Aquarium bekommen. Unsere Gäste sind begeistert und sitzen oft davor und beobachten die Fische.

Vergangenen Dienstag folgte die große Weihnachtsfeier. Dazu waren natürlich auch die Angehörigen eingeladen. Ein Programm der Kinder vom Karnevalsverein, ein Streichtrio mit weihnachtlichen Weisen und natürlich der Besuch des Weihnachtsmannes waren Höhepunkte des Tages. So manch ein Gast hatte für den Weihnachtsmann einen flotten Spruch parat und es wurde viel gelacht.






Am letzten Tag haben wir mit unseren Gästen ein weihnachtliches Essen gekocht. Viele können zu Hause nicht mehr backen und kochen und tun dies bei uns deshalb sehr gern. Egal ob Zwiebeln schneiden oder Kartoffeln schälen alles macht in der Gemeinschaft viel Spaß. Also gab es bei uns als Vorspeise eine Maronensuppe danach echte grüne Klöße, Rotkohl und Entenkeule und ein Dessert…. hmmm das war echt lecker.


Nun werden wir den Montag und Dienstag etwas ruhiger angehen und danach habe ich bis ins neue Jahr frei.

Das erste Mal

erleben wir den schwarzenberger Weihnachtsmarkt direkt vor unserer Haustür.

Das Bergmusikkorps “Frisch Glück” aus Annaberg-Buchholz/Frohnau eröffnete am Freitag Abend das bunte Treiben in der Altstadt.

Auch die Crandorfer Musikanten sind immer gern gesehene Gäste.

Erzgebirgische Volkskunst kann man an jeder Ecke kaufen. Nicht ganz billig, aber chinesische Plagiate sucht man hier vergeblich.

Einen Schwibbogen mit dem Turm auf dem wir geheiratet haben besitzen wir noch nicht. Mal sehen, vielleicht im nächsten Jahr.

Wie immer sehr beliebt, das Kinderkarussell am Meißner Glockenspiel, natürlich kostenlos.

Ein besonderer Anziehungspunkt ist wie in jedem Jahr das Schloß, bzw. der Schloßhof mit seinem mittelalterlichen Markt.

An den Figuren entlang der Bahnhofstrasse, vermutlich der steilsten Bahnhofstrasse der Welt, müssen wir nicht mehr vorbei. Wenn es früher ruhig in der alten Wohnung war, haben wir den Schmied immer hämmern hören können.

Das war der diesjährige Rundgang über den schwarzenberger Weihnachtsmarkt. Den Höhepunkt, die große Bergparade, müssen wir aber leider ausfallen lassen. Am Samstag geht’s nach Halle zu Thomas großer Schwester.

Lus giehts…

hochdeutsch “es geht los”, das heißt, die Adventszeit beginnt. Traditionell am Vorabend des ersten Advent findet in der schwarzenberger Vorstadt der “Weihnachtsdrahsch” statt (Drahsch = Aufregung). Ein kleiner Weihnachtsmarkt zur Einstimmung auf die Adventszeit. Hier haben wir vor genau einem Jahr unsere Wohnung angeboten bekommen. Grund genug, am Nachmittag den Hausverwalter mit Gattin zu Kaffee und Stollen einzuladen.

Das Mundartduo “Fei” aus Sosa.

Auch unsere Fenster sind schon beleuchtet (oben).

Blick aus unserer Straße zum Markt.

Die Pyramide, mittlerweile 85 Jahre alt, wurde gestern ebenfalls “angeschoben”. Das Foto ist aber aus dem vergangenen Jahr, Schnee liegt noch keiner.

Zum Schluß noch ein Foto von Kirche und Schloß, wie immer schön in Szene gesetzt.

Während Bärbel bereits seit Vormittag arbeiten darf (Tag der offenen Tür in der Tagespflege) werde ich mich in wenigen Minuten dorthin auf den Weg machen, um pünklich 16 Uhr die Pöhlaer Pyramide mit anzuschieben.

Nun endlich

ist es soweit. Die Vorbereitungen für die Adventszeit beginnen. Wir Erzgebirger sind in dieser Beziehung sehr akribisch und etwas verrückt. Zum 1. Advent müssen die Plätzchen fertig, die Räuchermännchen, Schwibbögen und Pyramiden aufgestellt sein. Ach, wir sind in dieser Beziehung dieses Jahr schon sehr weit. Die ersten Plätzchen sind gebacken und von Thomas Schwester gab es einen leckeren selbstgebackenen Stollen




Heute wurden noch die restlichen Weihnachtsdinge aufgestellt. Schließlich muß in der neuen Wohnung alles neu bedacht werden. Bis es leuchtet dauert es aber noch eine Woche, dann gibt es weitere Fotos.

Geschafft!

Nachdem wir die richtige Fritz!Box und Steckdosen erhalten haben, war die Einrichtung ein Kinderspiel.

Die Steckdosen dienen der Schaltung unserer Weihnachts-
beleuchtung. Da 2 Stück aber nicht reichen, wurden gleich nochmal 3 nachbestellt.

Natürlich haben wir gleich einen Probelauf durchgeführt, schließlich ist in 2 Wochen der erste Advent. Wir Erzgebirger sind in dieser Hinsicht etwas verrückt, jedes Fenster muss beleuchtet sein.

Die Thermostate für die Heizung wurden auch angebracht und funktionierten auf Anhieb. Jetzt können wir die Heizung und Steckdosen auch von unterwegs mit dem Handy bedienen.

Nun ist Smart Home bei uns angekommen, weitere Einsatzgebiete sind aber wirklich nicht vorgesehen.

Vor einer Woche

kam meine neue Nähmaschine an. Ein wunderbares Teil, nur 6 kg schwer und mit 18 verschiedenen Programmen. Das bedeutet das ich viel lernen muß.

Meine alte Nähmaschine (noch von Oma) war zu DDR Zeiten auf elektrisch umgebaut worden und hatte ein Gewicht von ca. 20 kg. Beim Umzug habe ich mich schweren Herzens von ihr getrennt. So ein schweres Teil hält heutzutage kaum eine Tischkante aus….
In den vergangenen Tagen hatte ich allein Urlaub und somit mit kleinen Näharbeiten begonnen.
Für unsere Gäste in der Tagespflege gibt es sehr schöne Relaxsessel zum Ruhen. Nun wurde aber von einigen bemerkt, das die Decken nur zum zudecken der Beine reichen. Also habe ich Füllkissen gekauft und aus Thomas seiner nicht mehr benutzten Bettwäsche Bezüge genäht. Man soll nie alles wegwerfen… ;-)

Nun sind es inzwischen 12 Stück geworden. Die älteren Herrschaften freuten sich und wollen jeden Tag ein anderes ausprobieren.

Lehrgeld…

Obwohl wir täglich mit dem Computer zu tun haben, ist “Smart Home” bislang ein Reizwort für uns gewesen. Nun haben wir uns gedacht, die Heizkörperthermostate und Schaltsteckdosen der Weihnachtsbeleuchtung durch solche Geräte zu ersetzen. Gestern Nachmittag dann die Ernüchterung. Die Thermostate “FRITZ!DECT” werden von unserer betagten Fritzbox nicht unterstützt.

Also steht jetzt eine neue Fritzbox auf dem Wunschzettel.
Noch komplizierter ist die Sache mit den “Homematic” Schaltsteckdosen. Wir wussten nämlich nicht, dass zu deren Betrieb noch ein sogenannter “Access Point” notwendig ist.

Wir werden die Steckdosen deshalb zurückschicken und welche von “FRITZ” bestellen. Man sollte sich auf ein System einigen. Am nächsten Wochenende folgt dann des Dramas zweiter Akt… mit Erfolg hoffentlich…
Aber die “ALEXA” kommt uns nicht ins Haus!

Bei schönstem Herbstwetter

unternahmen wir kürzlich einen Ausflug ins Osterzgebirge. Erstes Ziel war die kleine Gemeinde Cämmerswalde. Was gibt es da zu sehen? Flugzeuge natürlich. Schon seit 1973 steht hier eine IL-14 der DDR-Fluggesellschaft “Interflug”. Später kam ein Abfangjäger MIG-21 und ein Hubschrauber MI-2 dazu. Die IL-14 kann man auch besichtigen, die MIG hingegen ist mir aus meiner Armeezeit noch gut bekannt, habe ich doch zigmal in einer solchen “Kiste” gesessen. Nein, nicht als Pilot… als Mechaniker.


So sieht Sitzkomfort aus…

Weiter ging es zur Talsperre Rauschenbach. Es ist eine Trinkwassertalsperre, die auch zur Versorgung der Städte Chemnitz, Freiberg und Dresden beiträgt. Natürlich ist hier baden verboten, angeln hingegen erlaubt. Das Besondere dieser Talsperre, von den 115 ha Wasserfläche befinden sich 15 ha auf tschechischer Seite.


Schöne Pilze am Wegesrand.


Natürlich eine begehbare Staumauer.

Auf dem Weg zum letzten Tagesziel begegneten wir in Neuhausen dieser Gruppe “Männel” und sahen eine schöne Pyramide.

Letztes Etappenziel des Tages war der 787m hohe Schwartenberg. Es ist einer der höchsten Berge des Osterzgebirges.


Blick zur Talsperre Rauschenbach.


Andrang am Gipfel…


Zwei merkwürdige Gestalten beim Picknick…

Wir verlebten einen wunderschönen Tag und hoffen, dass uns das Wetter irgenwann wieder die Möglichkeit dazu bietet.

Der Urlaub geht zu Ende…

Am letzten Tag unseres Urlaubs standen die Meere auf dem Programm. Das ist in der Hansestadt Stralsund kein Problem, sind doch hier das Ozeaneum und das Meeresmuseum zu Hause. Vorbei an der Gorch Fock I – das ist nicht das Millionen verschlingende Segelschulschiff, sondern ein älteres Modell – gelangten wir zum Ozeaneum.

Dieses vor 11 Jahren eröffnete Museum präsentiert in erster Linie die Ostsee, Nordsee und den nördlichen Atlantik. Spektakulär ist das Aquarium “offener Atlantik”. Es hat einen Durchmesser von 16 m, ist 9 m hoch und fasst gigantische 2,6 Millionen Liter Wasser. An der 50 m² großen Scheibe, die übrigens 30 cm stark ist, bleibt der Mund dann schon mal offen. Ich hatte mal ein Aquarium, 200 l, war auch ganz schön groß…

Es ist schwierig über solche Museen zu schreiben, man muss es einfach gesehen haben… Deshalb noch einige Fotos aus dem Ozeaneum, bevor es weiter zum Meeresmuseum geht. So wie auf dem ersten Bild sollten unsere Meere nicht aussehn, es ist aber leider traurige Realität. Der ganze Plastikmüll bleibt zumindest hier im Aquarium den Fischen erspart.

Die Pinguine sind ganz oben auf der Dachterasse zu Hause.

Das deutsche Meeresmuseum gibt es seit 1951 und hat seinen Hauptsitz im ehemaligen Katharinenkloster.

In diesen heiligen Hallen gibt es nun auch die tropischen Fische zu sehen, man erfährt aber auch jede Menge über die Fischerei, den Umwelt- und Meeresschutz, sowie die Meeresforschung. Zum Schluss einige Schnappschüsse aus diesem Museum.

Die Meeresschildkröten kann man vom Museumsbistro aus in ihrem 350000 l Aquarium beobachten, sie zu fotografieren ist aber nicht so einfach wie es aussieht…
Übrigens: Bärbel hat an diesem Tag einen neuen Rekord aufgestellt, 950 Fotos…

Fazit des Tages: 23 € pro Nase für das Kombiticket, dazu noch einiges an Parkgebühren, sind nicht gerade wenig. Wenn man aber bedenkt, welch enormer Aufwand nötig ist einige Millionen Liter Salzwasser aufzubereiten, zu reinigen, belüften und teilweise zu heizen, geht es in Ordnung. Und einen gesunden Appetit haben die Fische außerdem…
Damit ist dieser schöne Urlaub zu Ende, Bärbel hat die Koffer gepackt und verladen, nun geht es mit dem “BRUNO” wieder nach Hause.

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